
- Am 1. März 2026: Mathias Moser tritt die Nachfolge von Marc Friedrich an.
- Aus der Geschäftsleitung des Grand Casinos Bern: Der neue Geschäftsführer bringt sechs Jahre Erfahrung mit.
- Geht nun in den Ruhestand: Friedrich stand 19 Jahre an der Spitze des Verbands.
Beim Schweizer Casino Verband (SCV) steht ein Generationenwechsel bevor. Mit Mathias Moser übernimmt ein ausgewiesener Branchenkenner die Geschäftsführung der Interessenvertretung aller Schweizer Spielbanken. Der bisherige Amtsinhaber Marc Friedrich verabschiedet sich nach fast zwei Jahrzehnten in den wohlverdienten Ruhestand.
Compliance-Spezialist mit Berner Wurzeln
Die Wahl fiel auf einen Mann, der die Schweizer Casinolandschaft aus dem Effeff kennt. Moser gehört seit sechs Jahren der Geschäftsleitung des Grand Casinos Bern an und hat sich dort einen Namen als Experte für die heiklen Themen der Branche gemacht. Compliance, Spielerschutz und Geldwäschebekämpfung zählen zu seinen Spezialgebieten. Diese Bereiche sind für die Schweizer Spielbanken von zentraler Bedeutung.
Auch akademisch ist der designierte Geschäftsführer bestens gerüstet. Ein Master in Wirtschaftsrecht bildet das Fundament seiner Expertise. Im Juni 2026, nur wenige Monate nach Amtsantritt, wird er zudem einen Executive MBA der Universität Bern in Kooperation mit der University of Rochester abschliessen. Mit fliessenden Kenntnissen in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch bringt Moser zudem die sprachliche Vielseitigkeit mit, die für einen nationalen Verband in der mehrsprachigen Schweiz unerlässlich ist.
19 Jahre an der Verbandsspitze
Marc Friedrich hinterlässt grosse Fussstapfen. Seit 2007 führte er die Geschicke des SCV und begleitete die Branche durch turbulente Zeiten. Die Einführung des neuen Geldspielgesetzes, die Legalisierung des Online-Glücksspiels für Schweizer Casinos und zahlreiche regulatorische Veränderungen fielen in seine Amtszeit. Der Vorstand des Verbands würdigte Friedrichs Verdienste ausdrücklich und dankte ihm für sein langjähriges Engagement.
Ganz von der Bildfläche verschwinden wird Friedrich allerdings nicht sofort. Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, steht er seinem Nachfolger in der Anfangsphase beratend zur Seite. Am 1. März 2026 erfolgt dann der offizielle Stabwechsel.
Starke Stimme für die Branche
Der Schweizer Casino Verband vereint sowohl die landbasierten Spielhäuser als auch deren Online-Ableger des Landes unter einem Dach. Als Interessenvertretung gegenüber Politik, Behörden und Öffentlichkeit setzt sich der SCV für klare gesetzliche Rahmenbedingungen ein.
Die gesellschaftliche Bedeutung der Branche lässt sich auch in Zahlen ausdrücken. Mehr als 8 Milliarden Franken haben die Schweizer Casinos bislang an die AHV abgeführt und leisteten damit einen gewichtigen Beitrag zur Altersvorsorge.
Mit Mathias Moser steht nun ein Fachmann bereit, der diese Interessen in Zukunft vertreten wird. Seine Expertise in den Kernthemen der modernen Casinoregulierung dürfte dabei von unschätzbarem Wert sein.
Was bedeutet der Wechsel für die Poker-Szene?
Für die Schweizer Poker-Community dürfte der Führungswechsel beim SCV durchaus von Interesse sein. Als Mitglied der Geschäftsleitung des Grand Casinos Bern kennt Moser das Turniergeschäft aus erster Hand. Das Berner Haus zählt mit seinen regelmässigen Poker-Events zu den aktiven Adressen der Schweizer Szene.
Ob der neue Geschäftsführer dem Kartenspiel besondere Aufmerksamkeit schenken wird, bleibt abzuwarten. Seine Schwerpunkte Spielerschutz und Compliance sind jedenfalls Themen, die auch die Pokerbranche tangieren.
Denkbar wäre etwa, dass der SCV unter neuer Führung verstärkt für einheitliche Standards bei Turnieren oder für die Förderung des legalen Pokerangebots in den Schweizer Casinos eintritt. Angesichts der Konkurrenz durch ausländische Online-Plattformen könnte eine starke Interessenvertretung dem heimischen Live-Poker durchaus zugutekommen.







