
Die neue Glücksspielsteuer in den USA sorgt weiter für massive Kritik in der Poker Szene. Nun schaltet sich mit UFC Präsident Dana White eine der einflussreichsten Persönlichkeiten im amerikanischen Sportbusiness ein. Der langjährige Vertraute von Donald Trump soll den Präsidenten persönlich aufgefordert haben, die umstrittene Regelung wieder rückgängig zu machen.
Vor allem professionelle Pokerspieler befürchten langfristig enorme finanzielle Nachteile. In den USA wächst deshalb der Druck auf die Politik.
Neue Steuerregel bringt Pokerspieler in Bedrängnis
Auslöser der Debatte ist eine neue Regelung im sogenannten „One Big Beautiful Bill Act“. Seit Inkrafttreten des Gesetzes dürfen amerikanische Glücksspieler nur noch 90% ihrer Verluste steuerlich geltend machen. Genau das sorgt derzeit für heftige Diskussionen innerhalb der Pokerbranche.
Das Problem dabei ist offensichtlich: Selbst Spieler, die am Ende des Jahres insgesamt im Minus liegen, könnten künftig Steuern zahlen müssen. Besonders für professionelle Grinder mit hohen Turnier Volumina würde das massive Auswirkungen haben.
Auch bekannte Namen aus der Pokerszene haben sich bereits öffentlich gegen die neue Regel ausgesprochen. Darunter befinden sich unter anderem Erik Seidel, Phil Hellmuth und Daniel Negreanu. Viele Profis warnen davor, dass das neue System Poker in den USA langfristig unattraktiv machen könnte.
Dana White schreibt persönlichen Brief an Donald Trump
Besonders brisant ist nun die Rolle von Dana White. Der UFC Chef gilt seit Jahren als enger Verbündeter von Donald Trump und besucht regelmäßig gemeinsame Veranstaltungen mit dem US Präsidenten.
Laut PokerNews soll White Trump direkt angeschrieben haben, um auf die Folgen der neuen Steuerpolitik aufmerksam zu machen. Dabei argumentierte er, dass die aktuelle Regelung Glücksspiel in den USA wirtschaftlich unvernünftig mache. Spieler könnten trotz negativer Jahresbilanz mit hohen Steuerforderungen konfrontiert werden.
White verwies zudem auf mögliche Auswirkungen für die gesamte Casinoindustrie in Las Vegas. Wenn Spieler weniger aktiv seien oder geringere Einsätze tätigten, könne dies auch Trinkgelder und Einnahmen im Servicebereich belasten.
Dass sich ausgerechnet Dana White nun öffentlich einschaltet, sorgt in den sozialen Medien bereits für große Aufmerksamkeit. Viele Pokerspieler hoffen, dass seine Nähe zu Trump tatsächlich politischen Einfluss haben könnte.
Pokerbranche hofft auf politische Wende
Innerhalb der US Glücksspielbranche wächst der Widerstand gegen die neue Regelung weiter. Auch Politiker aus Nevada kritisieren die Steuerpläne inzwischen offen. Mehrere Stimmen warnen davor, dass Spieler verstärkt auf Offshore Plattformen oder unregulierte Märkte ausweichen könnten.
Ob Trump tatsächlich eingreifen wird, bleibt aktuell offen. Klar ist allerdings, dass die Diskussion um die Glücksspielsteuer längst die höchste politische Ebene erreicht hat.
Für die Pokercommunity könnte die Entwicklung in den kommenden Monaten entscheidend werden. Sollte keine Änderung erfolgen, rechnen viele Profis mit drastischen Folgen für Turniere, Cash Games und den gesamten amerikanischen Pokermarkt.
FAQ
Weil Glücksspielverluste in den USA künftig nur noch zu 90% steuerlich absetzbar sind. Dadurch könnten selbst Spieler mit Verlusten Steuern zahlen müssen.
Dana White hat Donald Trump offenbar persönlich aufgefordert, die neue Regelung wieder zu ändern.
Unter anderem Erik Seidel, Phil Hellmuth und Daniel Negreanu kritisieren die neue Regelung öffentlich.









