
Es gibt Tage, an denen im Poker einfach nichts zusammenläuft. Für Artur Martirosian wurde das $100.000 High Roller der World Series of Poker 2026 zu genau einem solchen Albtraum. Der russische High Roller Spezialist scheiterte gleich zweimal an der Money Bubble und hielt dabei ausgerechnet jeweils Pocket Asse.
Die Wahrscheinlichkeit, mit der besten Starthand im Poker zweimal hintereinander kurz vor den Geldrängen auszuscheiden, ist verschwindend gering. Genau deshalb sorgte die Geschichte in Las Vegas für zahlreiche Diskussionen unter Spielern und Fans.
Erster Anlauf endet trotz klarer Favoritenrolle
Das $100.000 High Roller zählt zu den prestigeträchtigsten Turnieren der gesamten WSOP. Entsprechend hochklassig besetzt war das Feld auch in diesem Jahr. Kurz vor dem Erreichen der Geldränge bekam Martirosian eine Traumchance.
Mit Pocket Assen brachte er seine Chips gegen Alex Foxen in die Mitte. Die Ausgangslage sprach klar für den Russen. Doch Foxen hielt Pocket Könige und traf auf dem Board einen König. Statt eines wichtigen Doppelschlags kassierte Martirosian einen der bittersten Rückschläge des Turniers und schied aus.
Für viele Spieler wäre das Turnier damit beendet gewesen. Dank der Re Entry Möglichkeit entschied sich Martirosian jedoch für einen weiteren Versuch.
Zweiter Versuch endet noch brutaler
Nach seinem erneuten Einstieg arbeitete sich der High Roller Profi wieder zurück in Schlagdistanz zu den Geldrängen. Die Situation ähnelte jener aus seinem ersten Turnierleben. Wieder ging es um alles oder nichts. Wieder bekam Martirosian Pocket Asse.
Diesmal traf er auf den späteren Bracelet Gewinner Andrew Ostapchenko, der mit Ass König unterwegs war. Erneut war Martirosian klarer Favorit, als die Chips in die Mitte wanderten.
Doch das Board entwickelte sich erneut gegen ihn. Ostapchenko traf die entscheidende Verbesserung und schickte den Russen ein zweites Mal aus dem Turnier. Damit platzte auch der zweite Anlauf unmittelbar vor den Preisgeldern.
Einer der bittersten Momente der diesjährigen WSOP
In High Roller Turnieren gehören Bad Beats zum Alltag. Dass ein Spieler jedoch zweimal mit Pocket Assen an der Bubble ausscheidet, gehört selbst auf diesem Niveau zu den absoluten Ausnahmen.
Für Martirosian war der Ausgang besonders schmerzhaft. Der Russe zählt seit Jahren zu den erfolgreichsten Turnierspielern der Welt und hat bereits zahlreiche Titel sowie Millionen an Preisgeldern gewonnen. Umso ungewöhnlicher ist eine Geschichte wie diese.
Während Andrew Ostapchenko seinen Lauf fortsetzte und später sogar das Bracelet gewann, blieb Martirosian nur die Zuschauerrolle. Sein Auftritt beim $100.000 High Roller wird dennoch in Erinnerung bleiben. Nicht wegen eines Sieges, sondern wegen eines der brutalsten Bubble Ausfälle der laufenden WSOP.









