Von Jordan bis Duncan: NBA-Stars, die Poker spielen

0
Paul Pierce und Shawn Marion

Die NBA-Legende Kobe Bryant war am Sonntag gemeinsam mit seiner 13-jährigen Tochter Gianna und sechs weiteren Passagieren bei einem Helikopter-Crash tödlich verunglückt. Nicht nur die Sportwelt war zutiefst geschockt von dem Unglück, auch die Poker-Community zeigte sich voller Trauer. Mike Matusow twitterte ein Bild von einem Bryant-Trikot mit der Caption “The only Jersey I ever bought! I will never forget!”. Doyle Brunson schrieb auf Twitter: “There are no guarantees. RIP Kobe”.

In solchen Momenten wird besonders deutlich, wie verbandelt Basketball und Poker sind. Los-Angeles-Lakers-Besitzer Jerry Buss war ein passionierter Poker-Spieler und Teil der ersten Saison von “High Stakes Poker”. Doyle Brunson spielte im College Basketball und auch Phil Hellmuth ist ein großer Basketball-Fan und spielt regelmäßig mit NBA-Stars.

Aber auch NBA-Spieler haben sich schon immer zu Poker hingezogen gefühlt. Was nicht verwundert, schließlich sitzen sehr reiche und kompetitive Sportler stundenlang in Bussen und Fliegern zusammen. Da werden die Karten gerne rausgeholt. Legendär ist die Erzählung über Michael Jordan – einem der größten Gambler der Sportgeschichte – und einigen Kollegen des Dream Teams. So sollen er, Charles Barkley, Scottie Pippen und Magic Johnson vor dem olympischen Finale 1992 bis sechs Uhr morgens Poker gespielt, danach eine Stunde geschlafen und später Kroatien im Finale keine Chance gelassen haben.

Doch vor allem in jüngerer Zeit haben sich einige NBA-Stars an den Tischen in den USA einen Namen gemacht.

Wir stellen euch einige von ihnen vor.

Paul Pierce

Auch wenn Pierce heutzutage eher mit hahnebüchenen Analysen als Kommentator im amerikanischen Sportfernsehen auffällt, so wusste er als Spieler der Celtics immer, wo der Korb hängt. Pierce war zehnfacher All Star, NBA Champion und Finals MVP und trug den phonetisch etwas unhandlichen Spitznamen “The Truth”.

Schon zu seiner aktiven Karriere nahm er Poker sehr ernst. So nahm er 2014 beim WSOP Main Event teil und flog erst am dritten Tag raus. 2018 spielte er bei der PSPC mit, 2019 war er beim Poker After Dark Cash Game zu sehen, wo er mit Zehnen gegen Randall Emmetts 5-6 suited All-in ging und gecallt wurde. Eine Zehn auf dem Flop bescherte ihm einen Pot von 30.000 Dollar.

David Lee

Lee war ein sehr versierter Big Man, der bei den Knicks und Warriors seine größten Erfolge feierte. Er war zweifacher All-Star, 2015 und machte auch sonst im Leben viel richtig. 2017 heiratete er die dänische Weltklasse-Tennisspielerin Caroline Wozniacki und auch auf dem Pokertisch scheint er gute Entscheidungen zu treffen.

So erzählte Phil Hellmuth 2015, dass Lee ihn in einem Cash Game ihn um $32.000 erleichtert haben solle. Respekt.

Shawn Marion

Wegen seiner Athletik und Vielseitigkeit bekam Shawn Marion den Spitznamen “The Matrix” verpasst. Für die Phoenix Suns war er vierfacher All-Star, Dirk Nowitzki verhalf er 2011 zu seiner einzigen Meisterschaft. Marion war ein smarter Spieler mit viel Liebe fürs Kartenspiel. Marion hat in einigen WSOP- und WPT-Turnieren in den USA gespielt, außerdem hostet er Celebrity Poker Tournaments, um Geld für seine wohltätige Shawn Marion Foundation zu sammeln.

Bob Sura

Bob Sura spielte von 1995 bis 2005 in der NBA. Er war ein solider Spieler und noch besserer Teammate. Er versuchte sich einmal im Slam Dunk Contest, das lief aber nicht so gut. Besser läuft es da schon am Pokertisch. 2011 konnte man ihn beim “Big Game” neben Daniel Negreanu, Scott Seaver, Tony G oder Viffer sehen. 2017 schafft er es sogar bis zu Tag 3 des WSOP Main Events.

Tony Parker

Parker war einer der besten Europäer, die jemals in der NBA spielten. Mit den Spurs hat er vier Meisterschaften gewonnen. Außerdem soll er ein großer Poker-Fan sein, in den USA wurde er immer wieder bei Turnieren gespottet.

In Frankreich hat er einen Sponsorship-Deal mit einem Poker Provider unterschrieben. Ob wir ihn demnächst bei der EPT Monte Carlo sehen werden?

Tim Duncan

Parkers Teammate und Spurs-Legende Tim Duncan gilt nicht nur als bester Power Forward aller Zeiten, er ist auch ein riesiger Poker-Fan. Auch er verbringt seine Freizeit gerne an Casino-Tischen oder bei Home-Games mit seinen Freunden.

Der in die NBA anscheinend bestens vernetzte Phil Hellmuth sagt, Duncan sei einer der besten Poker-Spieler der NBA. Auch wenn er hinter den Kulissen ein sehr witziger Zeitgenosse sein soll, so hat er sich vor allem auf dem Court immer ein Pokerface bewiesen.

Seth Curry

Seth Curry, der Bruder des besten Shooters der NBA-Geschichte Stephen Curry genießt mittlerweile auch eine sehr ansehnliche Karriere in der NBA und geht für die Dallas Mavericks auf Dreierjagd. Während der Offseason findet man ihn oft bei Cash Games im “The Bike” in Los Angeles.

Hinterlasse eine Antwort

Please enter your comment!
Please enter your name here