
Bankroll Start: 5.000,- Euro, aktuell: 12.053,-
Ich lag gestern beim Skandalspiel in Melsungen völlig richtig, wo die Berliner Füchse klar mit 39:28 gewannen. Leider verlor die HSG Wetzlar sehr unglücklich in Hamburg mit 32:33, nachdem sie die gesamte zweite Halbzeit geführt hatte und bis zum 30:31 vorne lag. Am Ende trafen die Wetzlarer dreimal den Pfosten, zudem erwischten beide Torhüter nicht ihren besten Tag. Diese Niederlage wird wahrscheinlich den Abstieg bedeuten.
Gleich spielt bei den French Open mein Überraschungstipp, Jakub Menšík, gegen Alexander Zverev um einen Platz im Endspiel. In dieser Partie sehe ich bei Menšík mit einer Quote von 4,20 Value. Da ich ihn jedoch bereits gewettet habe, verzichte ich auf weitere Einsätze.
Stattdessen richtet sich mein Blick auf das Challenger-Turnier in Heilbronn, wo das 18-jährige deutsche Toptalent Diego Dedura-Palomero versucht, den bislang größten Erfolg seiner Karriere zu erreichen. Dafür muss er sich im Viertelfinale gegen Marco Trungelliti durchsetzen.
16:30 Uhr Marco Trungelleliti – Diego Dedura
Mein Tipp: Marco Trungelleliti Quote 1.60 für 853,- Euro
Zwischen den beiden liegen 18 Jahre Altersunterschied und damit jede Menge Erfahrung. Das muss jedoch nicht unbedingt etwas bedeuten, denn Dedura wird mit viel Optimismus und Unbekümmertheit in dieses Spiel gehen. Der deutsche Tennisspieler aus Berlin ist hierzulande aufgewachsen und besitzt trotz seines aus Chile stammenden Vaters und seiner aus Litauen stammenden Mutter die deutsche Staatsbürgerschaft.
Der Linkshänder ist ähnlich wie Trungelliti ein typischer Sandplatzspieler und hat seine beiden Turniersiege ebenfalls auf diesem Belag gefeiert. Mit 27 Siegen bei 11 Niederlagen im Jahr 2026 kann sich seine Bilanz durchaus sehen lassen. Allerdings hat er bislang überwiegend auf dem dritthöchsten ITF-Niveau gespielt. Sein bislang größter Sieg gelang ihm gegen die damalige Nummer 102 der Welt, Van Assche. Heute muss er diesen Erfolg noch toppen, wenn er die Nummer 86 der Weltrangliste besiegen will.
Seine Stärken sind:
- Kämpfermentalität: Er gibt selten auf und bleibt auch in schwierigen Matchsituationen präsent.
- Beinarbeit und Athletik: Er bewegt sich sehr gut über den Platz und verteidigt viele Bälle.
- Grundlinienspiel: Besonders in längeren Ballwechseln zeigt er viel Stabilität.
- Linkshänder-Vorteil: Als Linkshänder kann er Gegner mit ungewohnten Winkeln und Aufschlagmustern unter Druck setzen.
- Variabilität: Er kann das Tempo wechseln und ist nicht auf einen einzigen Spielstil festgelegt.
Schwächen:
Aufschlag: Der erste Aufschlag ist noch nicht konstant genug, um auf höherem Niveau regelmäßig freie Punkte zu erzielen.
Körperliche Robustheit über lange Turniere: Wie viele junge Spieler muss er noch an Kraft und Ausdauer für die ATP-Tour arbeiten.
Konstanz unter Druck: In engen Situationen schwankt sein Niveau noch stärker als bei etablierten Topspielern.
Aggressivität im Offensivspiel: Manchmal agiert er etwas zu defensiv und überlässt dem Gegner die Initiative.
Erfahrung: Gegen erfahrene Profis fehlt ihm gelegentlich noch die taktische Reife.
Gerade das wird heute meiner Meinung nach den Ausschlag geben. Trungelliti ist ein echter Fuchs, der eine starke Saison spielt – allerdings auf Challenger- und teilweise sogar ATP-Niveau. Mit 18 Siegen bei 9 Niederlagen und einem Turniersieg weist er auf diesem höheren Level nahezu die gleiche Bilanz wie Dedura auf. Bei den French Open erreichte er die zweite Runde, wo er gegen Karen Khachanov mit 1:3 Sätzen verlor. Deshalb tendiere ich in diesem Duell zum zähen Argentinier.









