Pressemitteilung – Concord Gruppe schließt bis auf weiteres alle Betriebsstätten

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Update (31.1.2020) 15:30 Uhr:

Mittlerweile ist zu diesem brisanten Thema eine Pressemitteilung der Concord Gruppe veröffentlicht worden, demnach wurden heute um 12 Uhr alle Betriebsstätten freiwillig geschlossen.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Auf Grund der anhaltenden, rechtswidrigen und exzessiven Behördenmaßnahmen gegen die Betriebsstätten der Concord Gruppe – trotz national und international vorläufigem Rechtsschutz gewährenden Verfahren, gibt die Geschäftsleitung bekannt, dass mit heutigem Tage um 12:00 Uhr sämtliche Betriebsstätten der Concord Gruppe freiwillig geschlossen wurden, um zu vermeiden, dass Gäste und auch Mitarbeiter dem unqualifizierten Druck der ihre Kompetenzen weit überschreitenden Finanzpolizei weiterhin ausgesetzt sind.

Da sich weder die zuständigen Politiker, Interessensvertreter und obersten Organe der Vollziehung trotz mehrfach eingebrachter, u.a. universitär gestützter, Rechtsschutzansuchen veranlasst gesehen haben, diesem willkürlichen Vorgehen der Finanzpolizei ein Ende zu setzen und eine verfassungskonforme Vollziehung der gesetzlichen Vorschriften sicherzustellen, ist ein weiterer Fortbetrieb unserer Betriebe de facto nicht mehr möglich.

Wir versichern allen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie unseren Kundinnen und Kunden alles in unserer Macht stehende zu unternehmen, um einen ungestörten Betrieb in Zukunft zu ermöglichen.

Die Zukunft der Concord Gruppe ist zwar weiter ungeklärt, aber die freiwillige Schließung der einzelnen Card Casinos ist ein harter Rückschlag und beweist, wie ernst es die österreichischen Behörden meinen.

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Update (31.1.2020) 12:45 Uhr:


Es bahnt bereist weiteres Unheil an für die Concord Gruppe. Laut Webseite sind zurzeit alle CCC-Casinos und das Poker Royale geschlossen. Das ist natürlich kein gutes Zeichen, schließlich haben die Filialen in Wien-Simmering und Lugner City eigentlich rund um die Uhr geöffnet haben.

Auch das CCC Linz, das normalerweise um 12 Uhr öffnet, ist weiterhin geschlossen. Hier gab es bei Facebook die Mitteilung, dass das geplante Turnier WinterSplash nicht stattfinden wird, ab 18 Uhr aber Cashgames gespielt werden können.

Ansonsten gibt es zurzeit keine offiziellen Infos zum Stand der Dinge. Wer aber einen Blick auf die Webseite wirft, der liest nicht nur die Nachricht, dass alle Casinos geschlossen sind. Zusätzlich wurden auch die heute Vormittag noch angezeigten Turnierpläne von der Seite genommen.
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Die Wiener Finanzbehörde erhöht den Druck auf die Concord Card Casinos in Wien. Nachdem es bereits zu Beginn des Jahres eine Razzia am Standort Wien-Simmering gab, in dessen Zuge auch die Filialen Lugner City und Montesino vorübergehend geschlossen wurden, kam es Donnerstag zum nächsten Einsatz der Behörde im Montesino selbst.

Das hatte zur Folge, dass das Montesino gegen Mittag erneut geschlossen wurde und das für dieses Wochenende eingeplante €175-Turnier mit einem garantierten Preispool in Höhe von €100.000, das um 17 Uhr mit dem ersten von insgesamt fünf Starttagen beginnen sollte, komplett abgesagt wurde.

Es war aber nicht der einzige Vorfall in den letzten Tagen.

Bereits am 23. Januar rückten die Behörden im CCC Gmunden an, wo ein €26-Turnier lief. Anel V., ein Gast, der das Turnier gespielt hatte, berichtete uns, dass das Turnier zunächst weiterlief, nach einer Stunde aber alle Teilnehmer aufgefordert wurden die Tische zu verlassen. „Das Turnier wurde gecancelled. Alle Spieler haben ihre Buy-ins zurückerhalten, dann wurden vier Pokertische beschlagnahmt und der Spielbetrieb wurde, nach dem die Kontrolle vorbei war, an diesem Tag auch nicht mehr aufgenommen“, so Anel V.

Und wer zurzeit auf die Webseite des Concord Card Casino schaut, der erfährt dort, dass die Filiale in Braunau derzeit geschlossen ist. Manager Stevie Pollak hat dazu bei Facebook folgendes gepostet: „CCC Braunau derzeit behördlich geschlossen… wie’s wohl weitergeht?? Wir werden es in Kürze erfahren…“

Hintergrund der jüngsten Razzien ist eine Gesetzesänderung aus dem Jahr 2013, die vorsieht, dass Poker nur noch in staatlichen Spielbanken gespielt werden darf. Seitdem wehrt sich CCC-Chef Peter Zanoni gegen die Schließung seiner Poker-Casinos.

Ende des letzten Jahres wurde es ganz eng, doch Zanoni schaffte es erneut eine Schließung zu verhindern. In einem offiziellen Statement teilte er Im Dezember mit, „dass aufgrund der aktuellen Entwicklung in den derzeit beim Verfassungsgerichtshof und den Europäischen Gerichten anhängigen Verfahren ein Zustand eingetreten ist, der den Fortbetrieb der Concord Card Casinos und der damit verbundenen Filialen über den Jahreswechsel hinaus sichert.“

Wie es weiter geht ist unklar. Das Montesino Wien und das CCC Braunau sind aktuell geschlossen und ein offizielles Statement steht noch aus.