Der Kampf geht weiter: Phil Galfond setzt die Challenge gegen VeniVidi fort

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Er hat sich viel Zeit gelassen, doch nun steht das Ergebnis seiner Überlegungen fest und ist für viele sicher eine kleine Überraschung.

Die Challenge gegen VeniVidi1993 geht weiter

Wie Phil Galfond auf der Website von RunItOnce lapidar bekanntgab, wird er seine Challenge gegen den bisher übermächtigen VeniVidi1993 fortsetzen.

Nach einem derben Verlust von $900.000 in knapp 10.000 Händen und diversen Selbstgeißelungen hat der PLO-Spezialist, wie es auf Twitter heißt, „nach einem mentalen Neuanfang und sorgfältigem Abwägen mit klarem Kopf“ beschlossen, dass er weitermachen werde.

Galfond während der WSOP im Sommer 2019.

Gut zwei Wochen ist es her, dass Galfond die zwischenzeitliche Reißlinie zog und eine (nicht ganz billige, da er pro ausgefallenem Tag Strafe bezahlen muss) Unterbrechung des Matches beantragte.

In dieser Phase war Galfond dann auch bei Joey Ingram in dessen Sendung zu Gast, um seine Gedanken zur Challenge zu erläutern.

Welches Risiko geht Galfond damit ein?

Für Galfond steht nicht nur gegen VeniVidi viel auf dem Spiel.

Verliert er in diesem Ausmaß weiter, würden sich seine Verluste allein am Ende dieser Challenge schon auf deutlich über $2 Millionen belaufen. Dazu käme der Verlust der Side Bet von $200.000, der bereits heute als unvermeidlich gelten muss.

Da diese Challenge aber erst der Anfang ist und weitere Duelle gegen ActionFreak, Bill Perkins, Chance Kornuth, Dan „jungleman“ Cates, Brandon Adams und schließlich im Mixed Game gegen Luke Schwartz folgen sollen, steht noch deutlich mehr auf dem Spiel.

Allein an Side Bets hat Galfond über $2,5 Millionen eingesetzt, wie die folgende Übersicht zeigt:

GegnerEinsätzeAnzahl HändeSideBet (SB)Möglicher Verlust bei der Side Bet
VeniVidi1993$100/$20025k$200k/$100k$200k
ActionFreak$150/$30015k$150k/$100k$150k
Bill Perkins$100/$20050k$800k/$200k$800k
Chance Kornuth$100/$20025k$1Million/$250k$1Million
Jungleman$100/$2007,5kTBATBA
Brandon Adams$100/$20040 Stunden$150k/$100k$150k
Luke Schwartz$1.000/$2.0005k$250k$250k
Gesamt$2,55 Millionen/$ 1Million$2,55 Millionen

Gingen diese alle in die Hose, was man sich vor allem gegen Bill Perkins kaum vorstellen kann, kämen natürlich weitere Verluste hinzu: all das zusätzliche Geld, das Galfond am Tisch verliert.

Auf seine Statements hat Galfond gerade noch gewartet…

Es geht also um viele Millionen, und wenn Galfond seinen Downswing so fortsetzt, würde die Werbekampagne für seine Online-Plattform RunItOnce, als die die Challenge schließlich konzipiert war, zu einer der teuersten in der Online-Pokergeschichte.

… und dann war da noch Luke Schwartz

Als ob das alles noch nicht genug wäre, hat sich in den letzten Tagen immer wieder Pokerrüpel Luke Schwartz zu Wort gemeldet und gegen Galfond kräftig nachgetreten.

Via Twitter wurde Galfond da schon mehrmals mit Dreck beworfen, und auch im Podcast von Jeff Gross ließ Schwartz noch einmal verlauten, dass ein Spieler, der vier Jahre pausiert hat, wohl kaum eine Chance gegen einen aktuellen Topspieler wie VeniVidi haben könne.

Schwartz selbst bestätigte noch einmal, dass er gegen Galfond eine Mixed-Game-Challenge austragen werde. Man kann aber davon ausgehen, dass das britische Großmaul momentan zu den eher kleineren Sorgen von Galfond zählt.

Hier der Podcast mit Jeff Gross:

Daumendrücken für Phil Galfond

Ab 1. März geht es also weiter mit der Galfond Challenge gegen VeniVidi1993. Man kann dem New Yorker Highroller nur wünschen, dass das Ganze glimpflich endet und er seine Verluste zumindest in Grenzen halten kann.

An eine grundlegende Wende glaubt sicher niemand, dafür war der Spielstärkeunterschied bisher zu eklatant – aber allein für seinen Mut, die Challenge fortzusetzen, gebührt Galfond großer Respekt!

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