
Ein seltenes und spektakuläres Disqualifikations-Drama hat sich bei der diesjährigen World Series of Poker Europe abgespielt. Im €5.300 PLO European Championship in Prag wurde ein Spieler kurz vor der entscheidenden Phase aus dem Turnier entfernt.
Ausraster kostet große Chance
Im Mittelpunkt steht der Norweger Birger Larsen, der laut HendonMob bereits über $800.000 an Live-Turniergewinnen vorweisen kann. Larsen befand sich deep im Turnier und hatte noch realistische Chancen auf den ganz großen Wurf.

Zu diesem Zeitpunkt waren noch rund 30 Spieler im Feld, und für Larsen ging es nicht nur um den Sprung an den Finaltisch, sondern um deutlich höhere Preisgelder – im Maximum sogar um €395.000 sowie das begehrte goldene WSOP-Bracelet.
Doch statt sportlich weiterzuspielen, verlor er offenbar die Kontrolle. Berichten zufolge fiel er wiederholt durch lautes und aggressives Verhalten gegenüber Mitspielern und dem Personal auf.
Disqualifikation trotz Preisgeld
Die Situation eskalierte schließlich so weit, dass die Turnierleitung eingreifen musste. Larsen wurde disqualifiziert und damit aus dem Turnier entfernt.
Zu diesem Zeitpunkt hatte er sich bereits ins Geld gespielt: Von insgesamt 379 Entries belegte er Platz 30 und erhielt €13.000 Preisgeld.
Dennoch dürfte die Disqualifikation bitter gewesen sein, denn mit seinem Stack wäre in dieser Turnierphase deutlich mehr möglich gewesen.
Vorfall sorgt für Diskussionen
Der Vorfall ereignete sich an Tag 2 des Events und wurde von PokerNews vor Ort dokumentiert.
Solche Disqualifikationen sind auf diesem Niveau äußerst selten, sorgen aber immer wieder für Diskussionen über Verhalten am Tisch und die Grenzen dessen, was im Poker akzeptiert wird.
Fest steht: In einem der prestigeträchtigsten Turniere Europas kann nicht nur das Spiel über Sieg oder Niederlage entscheiden – sondern auch das eigene Auftreten.
PokerNews hat dieses Thema auch im Rahmen ihres Podcasts besprochen:









