Igor Kurganov widerspricht Dan Coleman – Durch Poker wird Menschen geholfen

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Es war der Aufreger der World Series of Poker. Dan Coleman gewann das $1.000.000 Big One Event, nahm $15.000.000 entgegen, verweigerte Interviews und verschwand. Die Medienlandschaft war empört über diesen Auftritt. Jetzt meldet sich Igor Kurganov zu Wort.

Nachdem Dan Coleman nach seinem Sieg die obligatorischen Interviews mit den Medien wie ESPN oder PokerNews verweigerte, reagierte man empört. Etwas später rechtfertigte Coleman sein Handeln auf 2+2.com:

Ich habe das Glück, finanziell von diesem Spiel profitieren können, aber ich habe es lange genug gespielt, um die hässliche Seite dieser Welt zu sehen. Es ist nicht ein Spiel, wo die Profis immer glücklich sind und ein erfülltes Leben leben. Ein Job, bei dem man von der Gnade der Varianz lebt, kann wahnsinnig anstrengend sein und kann zu einer Menge von ungesunden Gewohnheiten führen. Ich würde nie in einer Million Jahren jemanden empfehlen Pokerprofi zu werden.

Es ist auch nicht ein Spiel, wo die Amateure immer glücklich sind, ihr Geld zum Zwecke der Unterhaltung zu verlieren. Die Verlierer verlieren mehr Geld in diesem Spiel als Gewinner gewinnen. Das meiste Geld, dass sie verlieren, können sie sich eigentlich nicht leisten.“

Nun meldete sich Igor Kurganov gemeinsam mit Adriano Mannino zu Wort. Sie gehen besonders auf 4 Punkte ein und hinterfragen die Äußerungen von Dan Coleman: 

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1. Stress bei alternativen Karrieren
2. Was ist mit den vielen Verlierern?
3. Wie vielen Menschen kann man mit den Gewinnen helfen?
4. Interview-Plattformen nutzen

Bei welchen Karrieren, ist der Stressfaktor geringer? Für viele Pokerprofis ist es wahrscheinlich härter, bei einem anderen Beruf die gleichen Beträge zu erwirtschaften. „Wenn wir unser Potential versuchen zu maximieren, ist Poker wahrscheinlich die +EV Berufswahl für uns. So haben wir auch Einfluss auf die Welt, vor allem wenn wir auch anderen helfen wollen.“ In Bezug auf die Verlierer beim Pokern geben sie Dan Coleman völlig Recht aber sie sind der Meinung, dass es in jeder Art von Wettbewerbsgeschäften ein Verlierer gibt, selbst bei „Non-Profit Organisationen“. Am Ende stellt sich eine einfache relevante Frage:  Hilft am Ende mein Handeln den Menschen mehr, als es ihnen schadet?

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Sie geben als Beispiel die von Kurganov und Philipp Gruissem gegründete Charity Projekt REG. Wissenschaftlich wurden hunderte von Wohltätigkeitsorganisationen untersucht und es stellte sich heraus, dass man zum Beispiel mit $500 im Jahr 1.000 Kindern in Uganda helfen kann, um parasitäre Wurmerkrankungen zu verhindern und ihnen somit ein längeres Leben zu ermöglichen. Gruissem sagte dazu: „In Uganda, ich kann 1000 Personen mit 500$ helfen. In einem reichen Land würde dieser Betrag nicht ausreichen, um wirklich helfen! Für mich sind alle Menschen gleich. Deshalb unterstütze ich die Projekte, die am kosteneffektivsten sind.“ Kurganovs Ansicht nach wäre es sicher gut gewesen, Coleman hätte sich den Interviews gestellt und eben auf die positiven Seiten des Spiels hingewiesen. Die Interview-Plattformen können auch dazu genutzt werden, um zu zeigen, wie der Welt geholfen werden kann und gleichzeitig auf die Gefahren hinzuweisen, die dieser Lebenswandel mit sich bringt. 

Hier findet ihr die kompletten Aussagen. 

Hier meldet sich Philipp Gruissem zu Wort. 

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