
In London kam es zu einem Gerichtsprozess, wie er nicht alle Tage vorkommt. Ein Pokerspieler klagte gegen das Hippodrome Casino, weil es ihm Hausverbot erteilt hatte, und musste dabei eine schwere Schlappe einstecken.
Dr. Mortaza Sahibzada war regelmäßiger Gast im Hippodrome und wandte eine Strategie an, die in Pokerkreisen als Hit and Run bekannt und extrem verpönt ist.
Beim Hit and Run geht es darum, sich an einen Tisch zu setzen und diesen sofort zu verlassen, wenn man gewonnen hat.

Genau diese Strategie verfolgte Sahibzada und verstieß damit gegen ein ungeschriebenes Gesetz der Pokeretikette. Laut eigenen Angaben gewann der Brite auf diese Weise rund £2.000 pro Monat, machte sich im Casino aber wenig Freunde mit seiner Vorgehensweise.
Das Hippodrome sperrte ihn deshalb, worauf er vor Gericht zog und das Hippodrome auf £100.000 Schadensersatz verklagte.
Richter Andrew Holmes allerdings erteilte dem Kläger eine klare Absage, da „das Casino das Recht hat zu entscheiden, wer sein Angebot in Anspruch nehmen kann und wer nicht“.
Für Sahibzada endete der Ausflug in den Gerichtssaal damit doppelt bitter, denn er musste auch noch die Gerichtskosten von £11.000 tragen.









