
Bankroll Start: 5.000,- Euro, Aktuell: 12.350,- Euro
WM Bankroll Start: 5.000,- Euro, Aktuell: 6.650,00 Euro
Während der WM werde ich mit zwei separaten Bankrolls arbeiten, um ihre Entwicklung zu verfolgen. Am Ende werden beide zusammengeführt.
Fast 10.000 € meiner gesamten Bankroll sind in den letzten ein bis zwei Wochen verschwunden. Besonders Wimbledon bei den Frauen lief extrem schlecht. Jetzt steht nur noch das Herrenfinale an, das die Verluste theoretisch wieder ausgleichen könnte. Das werde ich jedoch nicht tun. Ehrlich gesagt sehe ich zwar Value auf Alexander Zverev, aber nahezu alle Statistiken sprechen im Finale gegen ihn. Er trifft schließlich auf die Nummer eins der Welt, Jannik Sinner, der als klarer Favorit in das Endspiel geht.
17:00 Uhr Yannick Sinner – Alexander Zverev
Mein Tipp: Alexander Zverev Quote 5.4 für 250,- Euro
Bei den Buchmachern erhält man derzeit für einen Sieg von Jannik Sinner lediglich Quoten zwischen 1,21 und 1,27. Das erscheint mir etwas zu niedrig angesetzt. Alexander Zverev hat nach seinem Halbfinaleinzug bei den Australian Open in Melbourne, wo er nur ein Aufschlagspiel vom Finale entfernt war, sowie seinem Triumph bei den French Open mit enormem Selbstvertrauen in Wimbledon aufgeschlagen.
Allerdings muss man auch berücksichtigen, dass er sowohl in Paris als auch hier in Wimbledon bisher auf keinen Gegner aus den Top 5 getroffen ist. In den vergangenen 15 Grand-Slam-Partien gegen einen Top-5-Spieler hat er 14 verloren. Immerhin gelang ihm im Viertelfinale gegen Taylor Fritz ein souveräner 3:0-Erfolg. Fritz war – abgesehen von Sinner – zuletzt so etwas wie sein Angstgegner. Gegen den Amerikaner weist Zverev ebenso wie gegen Sinner und Carlos Alcaraz eine negative Bilanz auf. Dieser klare Sieg dürfte ihm zusätzliches Selbstvertrauen gegeben und seinen Glauben an die eigenen Fähigkeiten weiter gestärkt haben.
Genau dieses Selbstvertrauen wird er heute brauchen. Entscheidend wird sein, von Beginn an stark aufzuschlagen, Sinner permanent unter Druck zu setzen und sich möglichst viele freie Punkte über den ersten Aufschlag zu sichern. Jannik Sinner zeigte im Halbfinale gegen Novak Djokovic seine bislang beste Leistung bei diesem Wimbledon-Turnier. Gelingt es ihm, dieses Niveau auch im Finale abzurufen, wird Zverev eine nahezu fehlerfreie Leistung benötigen, um eine realistische Chance auf den Titel zu haben.
Jannik Sinner ist nicht ohne Grund die Nummer 1 der Welt. Er gewann 19 seiner letzten 24 großen Finals. Die fünf Niederlagen kassierte er allesamt gegen seinen Angstgegner Carlos Alcaraz.
In dieser Saison wartet Sinner allerdings noch auf seinen ersten Grand-Slam-Titel. Nach der knappen 2:3-Niederlage bei den Australian Open gegen Novak Djokovic und seinem bitteren Einbruch bei den French Open, wo er trotz einer 2:0-Satzführung und einer 5:1-Führung im dritten Satz noch ausschied, ist er hochmotiviert, dies in Wimbledon endlich zu ändern.
Sinner geht für mich als klarer Favorit in das Finale, und ich rechne auch mit einem Sieg des Italieners. Dennoch halte ich die angebotene Quote für zu niedrig. Alexander Zverev hat das Potenzial, ihm Paroli zu bieten und dürfte meiner Einschätzung nach mindestens einen Satz gewinnen. Die entscheidende Frage lautet jedoch: Reicht es am Ende auch für drei gewonnene Sätze?
Die Quoten beziehen sich auf den Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels und können abweichen. Die Hochgepokert-Redaktion übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit.









