Thema Bankroll Management: Wie selbst Phil Galfond dazu lernen musste!

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Phil Galfond ist einer der geschätztesten und erfolgreichsten Pokerspieler der vergangenen Jahre. Mit seiner Trainingsseite Run it Once und der erst dieses Jahr erschienenen Run It Once Poker Plattform hat er neue Maßstäbe im Umgang mit Poker gesetzt. Doch auch Phil Galfond musste erst einmal lernen was es heißt, dass es nicht immer nur bergauf geht. Auf Twitter ließ er verlauten, dass er zwei mal fast die Hälfte seiner Bankroll in zu hohen Partien verloren hat.

Beinahe hätte er also seine Poker-Karriere „verspielt“, doch Galfond war in der Lage in sich zu gehen, kleinere Limits zu spielen und sich seine Bankroll wieder aufzubauen. Und genau an dieser Stelle liegt der Wendepunkt bei vielen Poker-Spielern, den Absprung zu schaffen und nicht versuchen sich in zu hohen Partien fest zu beißen.

Der entscheidende Faktor: Bankroll Management!

Jeder Pokerspieler hat wahrscheinlich schon mal etwas von Bankroll Management gehört, alt wird das Thema aber nie. Fast jeder Pokerprofi appelliert an alle aufstrebenden Pokerspieler sich daran zu halten. Doch was ist Bankroll Management? Es geht darum die vorhandene Bankroll so gut wie möglich vor dem Bankrott zu schützen. Dafür muss getätigtes Risiko, in Form von Einsätzen, in einem vertragbaren Verhältnis zur Bankroll stehen. Nur so lässt sich ein langfristiger Erfolg und die Vergrößerung seiner Bankroll erreichen.

Einer der bekanntesten deutschen Poker-Lehrer und Streamer ist Felix „xflixx“ Schneiders, der das Thema Bankroll Management nicht oft genug ansprechen kann. Die erste Folge seines Podcast vor über 2 Jahren widmete er dem Thema Bankroll Management und griff diese 52 Folgen später erneut auf.

Hört euch an was „xflixx“ zum Bankroll Management zu sagen hat:

Zur Verdeutlichung wie wichtig der richtige Umgang mit seiner Bankroll und den gespielten Stakes ist, zeigt die folgende Grafik über die Gewinnerwartung über 50.000 gespielte Pokerhände. Ein solider Pokerspieler mit einer Gewinnerwartung von 5bb pro gespielten 100 Händen, kann im schlechtesten Fall circa 3.500bb verlieren. Hieße auf NL100, mit Blinds von 50ct/$1, besteht die Möglichkeit innerhalb des Zeitraums $3.500 verlieren.

Grafik: Varianz der Gewinnerwartung bei 5bb/100 Winrate

Man muss also gut gewappnet sein um die Downswings, die dieses Spiel mit sich bringt, verkraften zu können. Doch wie viel Buy-Ins sollte man zur Verfügung haben? Auch hier hilft „xflixx“ mit einer Aufstellung (Original auf Facebook) zu den jeweiligen Formaten weiter:

1. 40-50 x 100BB Buyins für Cashgames
2. 100+ Buyins für langsame MTTs mit kleinen Feldern
3. 200+ Buyins für Turbo Turniere mit großen Feldern
4. 300+ Buyins für Hypeturbo Turniere
5. 100-200 Buyins für Spin & Gos

Fällt man in seinem Limit unter den hier vorgegebenen Mindest-Buy-In, ist ein Abstieg im Limit von Nöten. Im Endeffekt muss jedoch jeder für sich wissen wie viel er bereit ist zu riskieren und wie hoch das Risiko eines Bankrotts sein soll. Mit den Tipps von „xflixx“ ist man auf jeden Fall auf der sichereren Seite, um mit dem nötigen Poker-Know-How seine Bankroll auszubauen.

Viel Erfolg an den Tischen!

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