
Ein groß angelegter Polizeieinsatz hat in der Schweizer Gemeinde Tübach ein mutmaßlich illegales Pokerturnier beendet. Unter der Leitung der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK) durchsuchten Einsatzkräfte ein Industriegebäude, in dem verbotene Pokerspiele stattgefunden haben sollen. Dabei stellten die Behörden Bargeld, Spielchips, Elektronik und mehrere Waffen sicher. Gegen die Verantwortlichen wurden Strafverfahren eingeleitet.
Insgesamt trafen die Beamten 18 Personen in den Räumlichkeiten an. Rund 50 Polizisten waren an dem Einsatz beteiligt, der sich über mehr als acht Stunden erstreckte.
Hinweise führten zur Razzia
Ausgangspunkt der Ermittlungen waren Hinweise auf illegale Pokerspiele in einer Industriehalle in Tübach im Kanton St. Gallen. Daraufhin griff die Interventionseinheit der Kantonspolizei zu und sicherte zunächst das Gebäude, bevor sämtliche Anwesenden kontrolliert und befragt wurden.
Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Ermittler mehrere tausend Schweizer Franken Bargeld, Pokerchips, elektronische Geräte sowie Waffen. Nach Medienberichten wurden unter anderem 4.600 Franken und 250 Euro Bargeld sichergestellt.
ESBK leitet Strafverfahren ein
Die Eidgenössische Spielbankenkommission ist in der Schweiz für die Bekämpfung illegaler Spielbankenspiele zuständig. Nach dem Geldspielgesetz macht sich strafbar, wer ohne Konzession Spielbankenspiele veranstaltet oder organisiert. Im schlimmsten Fall drohen Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren oder Geldstrafen.
Die Kantonspolizei St. Gallen unterstützte die ESBK im Rahmen der Amtshilfe. Gegen die mutmaßlichen Organisatoren wurden bereits Strafverfahren eröffnet. Die Ermittlungen dauern an.
Illegales Glücksspiel bleibt im Fokus der Behörden
Der Einsatz in Tübach zeigt, dass die Schweizer Behörden weiterhin konsequent gegen unerlaubte Glücksspielangebote vorgehen. Neben Online-Plattformen geraten auch illegale Live-Pokerrunden regelmäßig ins Visier der Ermittler. Erst kürzlich hatten die Aufsichtsbehörden steigende Zahlen bei Domain-Sperren und weiteren Maßnahmen gegen illegales Glücksspiel veröffentlicht.
Mit der aktuellen Razzia unterstreichen die Behörden erneut, dass unerlaubte Pokerveranstaltungen in der Schweiz erhebliche strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen können.









