EPT Prag: Alle deutschsprachigen Finalisten, alle großen Events

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Paul Michaelis

Die PokerStars European Poker Tour (EPT) Prag hat an 12 Tagen in 47 Events für denkwürdige Momente im Atrium Casino innerhalb des Hilton Prag gesorgt: Spannende Turniere, hochklassige Felder, Massenevents für Pokerfans, High Roller Turniere für die Elite, etablierte Sieger sowie neue Pokersterne und auch den ein oder anderen Finalisten oder Titelträger aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz!

EventTurnierBuy-InSpielerLandPlatzierungPayout
#02NLH - Freezeout1100Oleg DrewsGermany8/2756650
#02NLH - Freezeout1100Felix SchulzeGermany9/2755520
#07NLH Hyper Turbo - Freezeout1100Fedor KruseGermany3/14314830
#20EPT Main Event5300Dietrich FastGermany8/1.15496100
#25NLH - Unlimited Re-Entry25000Matthias EibingerAustria3/50174070
#26PL Omaha - Single Re-Entry1100Bernhard HaiderAustria2*/22637925
#26PL Omaha - Single Re-Entry1100Horst RiedlingerAustria8/2265660
#29NLH - Single Re-Entry2200Paul MichaelisGermany1/452167930
#30PL Omaha - Single Re-Entry5200Sirzat HissouGermany2/10190380
#30PL Omaha - Single Re-Entry5200Ole SchemionGermany4/10146780
#31NLH - Weekend Deepstack330Filip KrsticSwitzerland7/8796670
#33NLH - Unlimited Re-Entry25000Matthias EibingerAustria7/6677650
#34NLH - Single Re-Entry1100Do Chung TranGermany3/40234310
#36NLH Short Deck - Single Re-Entry1100Felix SchulzeGermany1/3712070
#38H.O.R.S.E. - Single Re-Entry550Jan-Nicolas NeizertGermany6/431440
#39EPT High Roller - Single Re-Entry10300Matthias EibingerAustria4/255201340
#39EPT High Roller - Single Re-Entry10300Gianluca SperanzaAustria6/255120950
#39EPT High Roller - Single Re-Entry10300Rainer KempeGermany8/25564560
#40NLH - Freezeout1100Andreas BoellingGermany1/19441250
#40NLH - Freezeout1100Andreas KlattGermany7/1946970
#43NLH Deep Stack - Single Re-Entry2200Tom KunzeGermany2/22862340
#45NLH - Hyper Turboe - Freezeout1100Sami ShokrySwitzerland2/13221540
#45NLH - Hyper Turboe - Freezeout1100Claas SegebrechtGermany4/13211590
#45NLH - Hyper Turboe - Freezeout1100Paul HoeferGermany6/1327380
Paul Michaelis

Dreieinhalb deutschsprachige Siege!

In der internationalen Konkurrenz, die sich standardgemäß zur EPT einfindet, waren auch viele Spieler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die entweder im kleinen oder großen Rahmen ihre Chancen oder Shots nutzten. Dabei gab es in den vergangenen 12 Tagen dreieinhalb Turniersiege für DACH-Spieler zu beobachten. Den Auftakt machte der Österreicher Bernhard Haider als geteilter Sieger (HU-Deal) im Pot Limit Omaha Event #26, in dem er unter 226 Teilnehmern aus €1.100 Buy-In am Ende €37.925 machte!
Den wohl spektakulärsten Coup aus deutschsprachiger Sicht landete der Vorjahressieger der EPT Prag, Paul Michaelis. Im No Limit Hold’em Event #29 setzte sich Michaelis gegen 451 andere Starter durch und konnte sich so die nächste Trophäe aus Tschechien mit nach Hause nehmen! Doch nicht nur das – dazu gab es auch noch das Sümmchen von €167.930, das er am Ende aus dem €2.200-Event kassieren durfte. Hut ab!
Den nächsten Titel für einen deutschen Spieler holte Felix Schulze, der gleich mehrfach in verschiedenen Side Events cashen konnte. Ganz vorne landete er jedoch im Short Deck Event #36, bei dem er am Ende die Chips von allen 37 Startern vor sich auftürmen konnte. Das Buy-In von €1.100 hat sich für den Titel, die Spade-Trophäe und ein Preisgeld von €12.070 gut rentiert.
Einen weiteren deutschen Erfolg konnte Andreas Boelling verbuchen. In einem Feld aus 194 Startern im NLH Freezeout Event #40, belegte er letztendlich den Platz an der Sonne. Die Belohnung dafür waren €41.250 Euro, die er aus dem €1.100 Buy-In-Event mit nach Hause nehmen durfte. 

Matthias Eibinger

Matthias Eibinger entschlüsselt den Weg zum Final Table – wieder und wieder!

Doch nicht nur mit Siegen konnten sich die DACH-Spieler schmücken, auch mit fetten Cashes. Allen voran Pokercode-Chef Matthias Eibinger. Der Österreicher ist bekannt dafür, in jedem MTT mit fünfstelligen Buy-Ins (gerne auch höher) an den Start zu gehen. Das tat er auch in Prag und war damit beeindruckend konstant erfolgreich. Den Weg zu gleich 3 High Roller Final Tables konnte der Grazer entschlüsseln. Den ersten zählbaren Erfolg gab es im €25.000 NLH Unlimited Re-Entry Event #25, in dem er unter 50 Startern Dritter für €174.070 wurde. Es ging für ihn weiter mit Platz 7 von 66 Teilnehmern im nächsten €25.000 NLH Unlimited Re-Entry Event #33, bei dem er sich €77.650 abholen durfte. Den größten und prestigeträchtigsten Cash erarbeitete er sich dann im abschließenden €10.3000 EPT Prag High Roller Event. Hier war das Buy-In für den High Roller mit €10.300 zwar ein Schnäppchen, dafür das Feld mit 255 Entries enorm groß. Auch wenn Eibinger lange Zeit die Hand fast an der Trophäe hatte, wird er sich dennoch bald über die €201.340 Payout freuen können. Insgesamt cashte der Pokercode-Kompagnon von Fedor Holz bei der EPT Prag 2019 für €453.060! 

Mikalai Pobal

Das Main Event – Dietrich Fast fast ganz vorn dabei!

Natürlich waren alle Augen, abseits des persönlichen Sweatens für Favoriten oder Kollegen, auf das Main Event gerichtet: 1.154 Starter, das waren gerade einmal 20 Entries unter dem Vorjahresrekord, sorgten für einen Prize Pool von €5.596.000, dem zweitgrößten in der Geschichte der EPT Prag. Einen Rekord gab es aber auch, das Preisgeld für Platz 1 war noch nie höher. Mit seinem zweiten EPT Titel wurde Mikalai Pobal aus Weißrussland allein in Prag mit €1.005.600 noch einmal Euro-Millionär. Lange Zeit sah es danach aus, dass der Israeli Gaby Livshitz den Titel holen würde, oder es einen ersten brasilianischen EPT Champion mit Ricardo da Rocha geben würde. Am Ende hatte aber der Weißrusse die größte Ausdauer, die meiste Erfahrung und die besten Karten für jede Situation, so dass gegen ihn bei der diesjährigen EPT kein Mittel zu finden war.

Hossein Ensan

Das musste auch Dietrich Fast feststellen, der bis zum vorletzten Spieletag am Final Table die Hoffnungen der DACH-Community aufrecht gehalten hatte. Für Platz 8 standen am Ende €96.100 zu Buche. Einen weiteren Deep Run im Main Event, hatte auch der EPT Prag Champion von 2015, Hossein Ensan. Als 28. war er lange am Feature Table von EPT Live zu sehen, und lange Zeit sah es für den sympathischen Münsterländer nach einer Wiederholung seines Triumphes aus, der in diesem Jahr mit €23.560 aus dem Main Event nach Hause ging.

Stephen Chidwick

Das Super High Roller – dicke Bankrolls unter sich!

Im €50.000 Super High Roller, einem der drei großen Titelwettkämpfe jeder EPT, traf sich dann die Pokerelite mit den dicken Geldbörsen an den Tischen. Hier saß wirklich das Highroller-Who-is-Who im King’s Prag. So stark wie nie waren auch die asiatischen Spieler bei diesen Events der European Poker Tour vertreten. In diesem Event konnte Matthias Eibinger ausnahmsweise nicht cashen, obwohl er als Titelverteidigen in das Turnier gestartet war. Endstation war für ihn der Chipleader nach Tag 1, Kahle Burns. Dafür nahmen andere ihren Lauf mit ins Finale, wie der Gewinner des €10.300 Auftaktturnieres Adrian Mateos, oder der Champion des €25.000 Single Day Jean-Noel Thorel. Und auch Steve O’Dwyer, der sich den Erfolg im €25.000 Event #33 mit Sam Greenwood geteilt hatte, war quasi auf einen Doppelerfolg aus. Doch mit dem Führenden des Global Poker Index‘, Stephen Chidwick, konnte ein Mann sie alle in Schach halten. Für den Sieg gegen 43 Kontrahenten erhielt der Brite €725.710.

Das High Roller – drei DACH-Chancen am Final Table!

Rainer Kempe

Eine Nummer kleiner, aber nicht weniger prestigeträchtig, war das Preisgeld und der Titel im €10.300 EPT High Roller Event. Bei 255 Startern war dies eine größere Angelegenheit, zudem kannten sich die Starter hier nicht, wie bei Turnieren mit den höchsten Buy-Ins aus dem Eff-Eff. Mit Matthias Eibinger, Gianluca Speranza und Rainer Kempe waren gleich 3 auf diesem Niveau erfahrene DACH-Spieler am Finaltisch. Auch die anderen beiden Europäer, in Form von den beiden Simons, Löfberg, und Pedersen, konnten als Zweiter und Dritter nicht verhindern, dass der Japaner Tsugunari Toma seinen zweiten Titelgewinn bei der diesjährigen EPT Prag feiert, und den Titel samt €523.120 Preisgeld nach Übersee entführt.

Jede Menge High Roller Action

Überhaupt war das Jahr 2019 bei der EPT Prag, das Jahr der High Roller. Es verging kein Tag, an dem es nicht ein Turnier mit fünfstelligem Buy-In gab – wenn nicht so gar mehrere. Die Sieger diese Spezial Disziplin seien hier mit ihren Cashes aufgeführt:

EventBuy-InTurnierTotal EntriesPrize PoolSpielerLandPayout
#0110300NLH - Single Re-Entry61610000Adrian MateosSpain177500
#0825000NLH - Unlimited Re-Entry28686000Jean-Noel ThorelFrance248740
#1250000EPT Prag Super High Roller442156000Stephen ChidwickUK725710
#1810300NLH - Short Deck 6+770000Yake WuChina44135
#2110200NLH - Single Re-Entry41410000Tsugunari TomaJapan135220
#2525000NLH - Unlimited Re-Entry501225000Chin Wie LimMalaysia378160
#3325000NLH - Unlimited Re-Entry661617000Sam GreenwoodCanada384968
#5025000PLO - Unlimited Re-Entry341000000Bogdan CapitanRomania333200

Semen Kravets

EPT National & EPT National High Roller

Jasper Meijer van Putten

Das Turnier für die (Noch-)Nicht-Vollprofis ist das €1.100 EPT National, bzw. seine High Roller Variante mit doppeltem Buy-In. Das Turnier ist stets eines der beliebtesten, vor allem aufgrund seines großen Teilnehmerfeldes und der spannenden Mischung zwischen Gelegenheits- und Vollblutspielern. Im EPT National sorgte vor allem der EPT Prag Sieger von 2016, Jasper Meijer van Putten, für viel Aufsehen. Jedes Jahr kommt der Niederländer zur EPT in die tschechische Hauptstadt, um hier die nahezu einzigen, dafür umso größeren, Cashes des Jahres einzufahren. Auch dieses Jahr war da keine Ausnahme. Im National war er fast nicht zu stoppen und verlor über mehrere Level keine Hand. Er übernahm am vorletzten Tag den Chiplead vom deutschen Philipp Heinke, und hätte ihn beinahe bis zum Ende nicht mehr hergegeben, wäre da nicht der Routinier Semen Kravets gewesen, der am Ende in einem Deal mit dem Niederländer und Jussi Mattila €262.309 und den Titel mitnehmen konnte.
Im €2.000+€200 EPT National High Roller gab es keinen Deal. Hier nahm der Franzose Alexandre Reard unter 970 Spielern ein Preisgeld von €342.810 mit nach Hause. Bester DACH-Spieler wurde hier Jan-Eric Schwippert auf Platz 15.

„Hide the Pain Harold“

…und dann war da doch noch…

Doch das war noch nicht alles. Ein ganz besonderes Feeling ist eine EPT natürlich für die angereisten Spieler, die ihr Leben nicht auf Pokertour verbringen, und sich das Buy-In vielleicht über einen längeren Zeitraum zusammengespielt, oder sich über den PokerStars-Client qualifiziert haben. Gerade für diese Spieler denkt sich PokerStars immer wieder etwas Besonderes aus. In diesem Jahr war der Ungar András Arató an den Tischen und im Umfeld der EPT unterwegs, und für jedes Foto der Fans zu haben… András, wer?? – Der 70jährige ist der Internetwelt besser bekannt als „Hide the Pain Harold“-Meme. Was aus einem Stockphoto-Shooting zu einem unbeabsichtigtem Selbstläufer wurde, ist mittlerweile zum Alltag des Ungarn geworden. Die Spieler auf der EPT jedenfalls freuten sich ein weltweites Meme live und zum Anfassen vor Ort zu haben. Und es wurden mehr Selfies geschossen, als wenn Daniel Negreanu vor Ort gewesen wäre.
Last but not least, tauchen immer wieder die begehrten Platinum Pässe von PokerStars auf, die sowohl zur Teilnahme an der $25.000 PokerStars Players Championship in Barcelona berechtigen, als auch nicht unerheblich Spesen dafür enthalten und einen Wert von $30.000 haben. Genau um so einen Platinum Pass ging es in einem speziellen Sit ’n‘ Go nur für deutsche Spieler. Mit am Tisch war u.a. der EPT-Dritte von 2009, Marc Gork. Der Pass wanderte am Ende zum Qualifikanten Heiko Warnke, der sich jetzt bis zum 20. August vorfreuen kann. Erster Gratulant war dann auch kein geringerer als der Kopf der GRND-Community und PokerStars Team Online Pro Felix „xflixx“ Schneiders.

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